Logistik ABC

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

A

Active Transponder
Transponder mit eigener Energiequelle. Die Batterie kann zum Datenerhalt dienen (bei RAM-Speicherbausteinen) und / oder für die Datenübertragung genutzt werden (höhere Reichweite, schnellere Reaktion des Transponders).

Administrator
Ein Administrator ist im Bereich der DV für die Verwaltung von Soft- und Hardware zuständig. Als Benutzer hat er im Allgemeinen eine sehr hohe Priorität (Zugangsberechtigung).

AEI – Automatic Equipment Identification
Lokalisierung von Fahrzeugen.

Alphanumeric (Alphanumerisch)
Alphabetisch und numerisch, inkl. Interpunktionszeichen.

ANSI
American National Standard Institute – Institut in den USA für die Koordination von nationalen Standards.

Antenna (Antenne)
Sende- und Empfangseinheit für elektromagnetische Wellen.

ASCII
(American Standard Code for Information Interchange) – Ein Computercode, bestehend aus 128 alphanumerischen Zeichen und Kontrollzeichen. Jedes Zeichen ist in 7 Bits verschlüsselt (8 inkl. des Paritätsbits) und dient dem Informationstausch zwischen Computersystemen. Der Standard ist spezifiziert in ISO 646.

Arbeitsspiel
Ein Arbeitsspiel ist ein geschlossener Bewegungsablauf zur Erfüllung von logistischen Funktionen. Ein Arbeitsspiel für ein Regalbediengerät kann sich z. B. zusammensetzen aus: Leerfahrt, Positionieren, Lastaufnahme, Lastfahrt, Positionieren, Lastabgabe und Leerfahrt zum Ausgangspunkt.

Archivierung
Als Archivierung werden Sicherungsverfahren bezeichnet, bei denen Daten über lange Zeit sicher aufbewahrt werden sollen. In der Lagertechnik sind dies typischerweise Lieferscheine, Versandpapiere usw. Die Archivierung geschieht meist auf Bändern (Tapes), CD oder Festplatten, die sich zur vollständigen Sicherung großer Datenmengen eignen.

Artikel
Artikel sind durch Artikelnummer und Artikelbezeichnung unterscheidbare Einheiten. Oft werden Artikel auch als Ware bezeichnet.

Artikelbezeichnungen
Artikelbezeichnungen kennzeichnen mit verständlichen Abkürzungen oder Namen einzelne Artikel. Eine Artikelbezeichnung sollte so aufgebaut werden, dass ein Bediener den Artikel an der Bezeichnung erkennen kann. Die Bezeichnung sollte dennoch so kompakt sein, dass sie an Behältern, Paletten, Lagerplätzen usw. angebracht bzw. in Fachanzeigen angezeigt werden kann. Artikelbezeichnungen sind Bestandteil von Artikelstammdaten.

Artikelnummern
Artikelnummern sind (alpha-)numerische Kennzeichen für Artikel Eine Artikelnummer wird nach datentechnischen Gesichtspunkten gestaltet, damit sie z. B. maschinell lesbar oder in Barcodes darstellbar ist. Artikelnummern sind Bestandteil der Artikelstammdaten.

Artikelstamm
Der Artikelstamm enthält Beschreibungen aller Artikel, unabhängig von ihrem aktuellen Bestand. Hierunter fallen die Artikelnummern, die Artikelbezeichnung, Chargenkennzeichen, physikalische Daten wie Abmessungen und Gewicht sowie Lagerortskennzeichen.

ASP (Application Service Providing)
Unter Application Service Providing versteht man das Vermieten von Anwendungen und Programmfunktionalitäten. Ein Applicaton Service Provider (ASP) stellt diese Software bereit und betreibt die Software in einem Rechenzentrum. Die Software wird von einer Vielzahl von Anwendern benutzt, die dezentral auf die Anwendungen über das Internet oder andere Netzwerke zugreifen. Der ASP bietet den Kunden diesen Zugriff, ohne dass diese vorher in Softwarelizenzen, Server, Fachpersonal und andere Ressourcen investieren müssen. Der ASP ist entweder Eigentümer der Software oder er hat eine vertragliche Übereinkunft mit dem Softwareverkäufer, die ihm die Lizenzierung des Zugriffs dritter auf der Software gestattet. Die Pflege und die Updatesder Software werden ebenfalls von dem ASP durchgeführt. Die Abrechnung der ASP-Dienste erfolgt in der Regel nach einem Mietmodell durch monatlich Nutzungsgebühren je Anwender oder nach Anzahl der getätigten Transaktionen. Der Zugriff erfolgt über einen Webbrowser. Somit benötigt der User nur noch ein Terminal, um auf die Software zugreifen zu können.

Auftrag
Ein Auftrag umfasst die Spezifizierung der angeforderten Leistung hinsichtlich Menge, Art, Termin etc. Ein Kommissionierauftrag umfasst z. B. eine bestimmte Anzahl von Positionen und Entnahmeeinheiten pro Position, die Lieferform sowie den Behältertyp.

Auftragsdurchlaufzeit
Die Auftragsdurchlaufzeit ist die Summe der einzelnen Durchlaufzeiten, der von diesem Auftrag durchlaufenen Arbeitsplätze. Unter Kommissionierung versteht man die Zeit, die Entnahmeeinheiten und die dazu notwendigen Informationen
(z. B. per Pickliste) für das Durchlaufen bestimmter Arbeitssysteme (z. B. Kleinteilekommissionierung) benötigen, um den Kommissionierauftrag zu erfüllen. Neben der Kommissionierzeit gehören Zeiten für die Aufbereitung der Daten, Datenübertragungszeiten, Organisationszeiten etc. zur Auftragsdurchlaufzeit.

Auftragsstruktur
Die Auftragsstruktur ist eine Kenngröße zur Auftragsbeschreibung. Die Struktur der Aufträge wird durch auftragsbezogene Daten wie Anzahl Positionen, Gewicht, Volumen beschrieben. Bei der Kommissionierung bestimmt die Auftragsstruktur weitgehend, ob die Abwicklung einstufig oder mehrstufig geschieht. Dabei wird die Auftragsstruktur in der Kommissionierung charakterisiert durch die Anzahl der Entnahmeeinheiten pro Position, das Auftragsgewicht etc.

Auslagerung
Die Auslagerung fasst sowohl alle datentechnischen als auch operativen Vorgänge – von der Entfernung von einem Lagerplatz bis zum Verlassen des Systems – zu einem Begriff zusammen. Im Gegensatz zur Entnahme bezeichnet die Auslagerung das Entfernen ganzer Lagereinheiten aus dem Lager.

Auslagerungsstrategien
Auslagerungsstrategien sind Verfahren zur Bestimmung der auszulagernden Lagereinheit aus einer Menge möglicher Lagereinheiten. Häufig wird schon bei der Einlagerung die spätere Auslagerung bzw. Auslagerungsstrategie berücksichtigt.

Avis
Ein Avis bezeichnet die Vorankündigung eines Wareneingangs. Die Avise sind von Lieferpapieren eines Wareneingangs zu unterscheiden, die mit der Anlieferung der Ware zusammen eintreffen. Ein Avis trifft eine vereinbarte Zeit vor der Lieferung ein.

B

Back-end-Systeme
Back-end-Systeme sind informationstechnische Komponenten zur Unterstützung betrieblicher Basisanwendungen, z. B. für die Warenwirtschaft und Lagerverwaltung etc.

Backup
Als Backup werden Kopien bezeichnet, die zur Sicherung der Daten (gegen versehentliches oder mutwilliges Zerstören oder durch Störungen entstandene Dateninkonsistenz) nach bestimmten Strategien hergestellt werden müssen. Verschiedentlich wird auch der Vorgang der Herstellung der Sicherheitskopie als Backup bezeichnet. Backup-Funktionen lassen sich auch direkt über entsprechend konfigurierte Rechner durchführen. Die beim Backup entstandenen Sicherungsdateien ermöglichen ein jederzeit mögliches Wiederherstellen bzw. Restaurieren der produktiven Daten.

Barcode
Beim Barcode handelt es sich um einen Datenträger, der verschiedene Arten von Informationen enthalten kann. Meistens handelt es sich um eine Nummer, die eine eindeutige Identifizierung ermöglicht. Der Barcode wird durch eine Anordnung von schwarzen (dunklen) Strichen oder Punkten und hellen Lücken aufgebaut, in der die zu speichernden Daten verschlüsselt werden. Zur Verschlüsselung sind viele unterschiedliche Codierungen möglich; die bekanntesten sind der EAN-Code, der 2 aus 5 (interleaved) Code, der Code 39 sowie der Code 128. Zum Lesen von Barcodes werden Scanner eingesetzt.

Barcode Density (Symbol Density)
Strichcodedichte, Symboldichte – Die Anzahl der Zeichen, die in einem Strichcodesymbol linear abgebildet werden können, üblicherweise in CPI (Characters Per Inch) angegeben. Die Breite der schmalsten Lücke, das Verhältnis der breiten zu den schmalen Elementen und die Breite des zwischen den Zeichen auftretenden Zwischenraums (sofern vorhanden) sind die hierfür maßgebenden Faktoren.

Barcode Reader (BCR)
Strichcode Lesegerät – Ein Gerät zur Erfassung der Daten eines Strichcodesymbols. Es besteht aus zwei Komponenten: dem Scanner, der Signale proportional zur Reflexion eines jeden Elements des Symbols an den Decoder sendet und dem Decoder, der die Signale prü,ft die vom Scanner kommen und sie in lesbare ode in computerkompatible Daten übersetzt. Der Decoder selbst wird manchmal Leser bzw. Lesegerät genannt.

Barcode Symbol
Strichcodesymbol – Eine Anordnung von paralellen rechtekigen Strichen und Lücken, die den Regeln einer bestimmten Symbologie-Spezifikation entsprechen und für den Menschen lesbare Daten in einer maschinenlesbaren Form repräsentieren.

Bar Height
Strichhöhe – Die Länge (Höhe) der individuellen Striche in einem linearen oder mehrzeiligen Strichcodesymbol, gemessen entlang der Achse der Striche.

Batch
Ein Batch (Stapel) ist die Zusammenfassung von mehreren Aufträgen zu einer geordneten Menge (Liste) von Aufträgen. Im Gegensatz zu einer interaktiven Bearbeitung von Programmen werden die in einem Batch zusammengeführten Aufträge ohne Unterbrechung durch eine Bedienereingabe bearbeitet. Aus diesem Grunde müssen alle zur Durchführung der Aufträge notwendigen Daten bereits zum Beginn vorliegen.

Batch-Berechnung
Batch-Berechnung heißt die Sortierung der Aufträge innerhalb eines Batches nach unterschiedlichen Kriterien.

Baud
Baud [Bd oder bps] ist die meist verwendete Maßeinheit für die Geschwindigkeit von Datenübertragungen: Baud: 1Bd=1 Bit/s; Kilobaud: 1kBd=1024 Bit/s; Megabaud: 1MBd=1024 kBd/s.

BCC
Block Check Character – Zusätzliches Zeichen am Ende eines Datenblocks, um Übertragungsfehler zu erkennen und Datenintegrität zu bewahren.

BCD – Binary Coded Decimal
Binär verschlüsselte Dezimalziffern – Eine Zahl im Binärcode, geschrieben in Gruppen von jeweils vier Bits. Jede Gruppe repräsentiert eine Ziffer in der Zahl. Z.B. stellt 0010 0011 die dezimale Zahl 23 dar. Einige Symbologien basieren auf der binären Verschlüsselung von Dezimalziffern.

Beleglose/Papierlose Kommissionierung
Beleglose Kommissionierung oder Papierlose Kommissionierung bezeichnet die Führung der Kommissionierer durch die DV, z. B. über Monitore, Funkterminals, Displays.

Benutzerhandbuch
Ein Benutzerhandbuch wird für jedes Teilgewerk erstellt. Es beschreibt alle Teilfunktionen und alle Bildschirmmasken.

Bestand
Bestand s. Lagerbestand.

Bestandsdifferenz
Bestandsdifferenz ist die Differenz zwischen Lagerbestand und Buchbestand.

Bi-Directional
Bidirektional (In zwie Richtungen) – d. h. vorwärts und rückwärts. Bezeichung für ein Strichcodesymbol, das sowohl vorwärts als auch rückwärts erfolgreich gelesen werden kann. Bezeichnung für einen Scanner, der vorwärts und rückwärts erfolgreich arbeitet.

Binär
Bezeichnung für ein Zahlensystem mit der Basis Zwei, in dem die einzelnen Zahlen durch eine Kombination von Nullen und Einsen dargestellt werden. In Strichcodes kann dies durch schmale und Breite Striche und Lücken dargestellt werden.

Bit
Abkürzung für binary digit, binäre Ziffer bzw. Stelle.

Bits per second – BPS
Anzahl der übertragenen Bits pro Sekunde. Basiseinheit für die Geschwindigkeit einer seriellen Datenübertragung.

Browser
Programm, das benutzt wird, um sich in einem Datensystem oder -netz zu bewegen und zurechtzufinden. Ein WWW-Browser ermöglicht den Zugang zu und das Betrachten von grafischen Internet-Seiten.

Buchbestand
Der Buchbestand gibt an, welche Mengen welcher Artikel sich laut Lagerverwaltung im Lager befinden (BestandsdifferenzLagerbstand).

Bug
Fehler in Hard- oder Software, der zu lästigen Funktionsstörungen und Unannehmlichkeiten in der Anwendung führt.

Bug fix
Software, die Bugs (bug) beseitigt und vielfach im Internet zum Herunterladen (download) bereitsteht; patch

B2B – Business-to-Business-Bereich
Geschäfte zwischen Unternehmen über das Internet.

B2C – Business-to-Consumer-Bereich
Geschäfte zwischen Unternehmen und Verbrauchern über das Internet.

C

C
Kürzel der weltweit meistverbreiteten Programmiersprache. C++ (Inprise, ehem. Borland) und Visual C (Microsoft) sind bekannte Vertreter dieser Sprache.

CCD – CHARGED COUPLED DEVICE
Eine elektronische, lichtempfindliche Komponente, die in bestimmten Arten von Strichcode-Lesegeräten in linearer oder zweidimensionaler Anordnung als lichtaufnehmendes Element verwendet wird.

Chaotische Lagerplatzvergabe
Chaotische Lagerplatzvergabe beschreibt eine vollständig freie Lagerplatzvergabe. Dabei steht zunächst jeder Lagerplatz für jede Lagereinheit zur Verfügung. Sobald durch die Einlagerungsstrategie (ABC-Zonung o. ä.) die Zuordnung festgelegt ist, wird diese gesichert verwaltet. Vergleiche Festplatzvergabe.

Check Digit / Character
Eine Ziffer oder ein Zeichen, das auf der Grundlage anderer Zeichen in einem Code berechnet wird und zur Überprüfung der Zusammensetzung des Codes dient.

Clearing-/No-Read-Platz
Ein Clearingplatz oder No-Read-Platz ist eine Arbeitsstation, an der nicht identifizierbare Ladehilfsmittel oder Artikel bearbeitet werden. Im herkömmlichen Sinne handelt es sich hierbei um Güter, deren Barcodes nicht lesbar sind. Zunehmend werden auch Gewicht und Bildanalyse zur Identifikation der Ware und zur Kontrolle der Kommissionierung oder Sortierung verwendet.

Client
Anwendung, welche die Dienste eines Servers in Anspruch nimmt; Client-Server-System.

Clients
Clients sind Elemente einer Client-Server-Applikation, wie sie moderne Lagerverwaltungssysteme verwenden. Clients, s. auch Client, sind eigenständige Rechner – meist auf PC-Basis – auf denen einzelne, abgegrenzte Funktionen des Lagerverwaltungssystems ablaufen. Mit den Clients werden u. a. die Bedienerfunktionen realisiert. Sie bilden zusammen mit dem Server ein Rechnernetz.

Client-Server-System
Insbesondere in Firmen eingesetztes Netzwerk von leistungsfähigen Personalcomputern, in dem ein Rechner die Rolle des zentralen Servers übernimmt. Dieser Rechner (Server) stellt den angeschlossenen Clients die jeweils benötigten, aktuellen Programmversionen und Daten zur Verfügung. Darüber hinaus übernimmt er für diese Daten die kontinuierliche Datensicherung.

CPI – Characters per inch
CPI wird zur Vermessung der Strichcodedichte verwendet.

D

Data Rate
Datenübertragungsrate – Geschwindigkeit, mit der Daten zwischen Schreib- / Lesegerät und Datenträger übertragen werden. Wird normalerweise in BPS angegeben.

Datenbanken
Datenbanken bzw. Datenbanksysteme verwalten große Mengen von strukturierten Daten auf Speichermedien. Mit Hilfe von besonderen Abfragesprachen lassen sich Informationen auffinden, verändern oder mit dem Inhalt anderer Datenbanken verknüpfen. Als Standard-Abfragesprache wird in den meisten Fällen SQL eingesetzt. Eine Datenbank enthält i. d. R. eine bestimmte Anzahl von Tabellen sowie eine Sammlung von Operationen. Mit dieser Sammlung lassen sich die Tabellen erweitern, verknüpfen oder löschen. Auch kann man einzelne Einträge anhand vorgegebener Spaltenwerte als Suchschlüssel (Keys) auffinden und verändern.
Die Datenbank ist die zentrale Stelle zur gesicherten Speicherung aller Dateien eines Lagerverwaltungssystems.
(i. d. R. auf einem Server).

Data Sharing
Data Sharing ermöglicht den Zugriff auf gemeinsame Informationen, die dezentral abgespeichert sein können.

Data Warehouse
Unter einem Data Warehouse versteht man eine extensive, benutzerorientierte zentrale Datenbank zur Unterstützung des Managements im Bereich der Informationsbeschaffung, Analyse und Planung.

Decoder
Ein elektronisches Gerät, welches die proportionalen elektrischen Signale vom Scanner in computerkompatible Daten umwandelt.

DESADV (Despatch Advise)
Eine Liefermeldung welche Einzelheiten über Waren, die unter vereinbarten Bedingungen geliefert worden sind oder zur Lieferung bereit stehen, beschreibt. Die Nachricht (DESADV) kündigt eine Lieferung an und enthält genaue Informationen dazu.

DFÜ – Datenfernübertragung
Synonym zur Übertragung von Daten über große Entfernung.

Download
Übertragung einer Datei auf einen Computer, entweder von einem anderen Rechner, der mit jenem über eine Datenleitung, z. B. via Modem verbunden ist oder z. B. direkt aus dem Internet. Gegensatz: upload.

Durchlaufzeit
Als Durchlaufzeit wird die Zeit zwischen dem Eingang eines Auftrages und seiner Erfüllung bezeichnet. Vergleiche Auftragsdurchlaufzeit.

E

EAN
Abkürzung für INTERNATIONAL ARTICLE NUMBERING ASSOCIATION, EAN. Ebenso verwendet für die Bezeichnung der Strichcodesymbologie zur Identifikation von Waren. Die Symbole müssen nach den Spezifikationen der EAN-Gesellschaft gebildet werden.

EAN 128
Mit Barcode verbundene Datenstruktur für EAN-Anwender mit numerischen Datenbezeichnern für Waren- und Transportkennzeichnung, geeignet für 5-stellige Artikelnummern.

E-Business
E-Business (elektronisches Geschäft) ist die Bezeichnung für die Abwicklung von geschäftlichen Transaktionen sowohl zwischen Unternehmen (B2B) als auch zwischen Unternehmen und Verbrauchern (B2C) über das Internet.

E-Commerce
E-Commerce (elektronischer Handel) ist der Überbegriff für den Handel mit Waren, Dienstleistungen und Informationen im Internet zwischen Verbrauchern und Unternehmen (B2C).

Echtzeit-Verarbeitung
Die Anforderungen der Echtzeit-Verarbeitung müssen an das Betriebssystem eines Rechners gestellt werden. Ein Echtzeitsystem arbeitet schritthaltend mit dem angeschlossenen technischen Prozess und muss den Anforderungen bezüglich Rechtzeitigkeit der Bearbeitung von Anforderungen und der Gleichzeitigkeit der Bearbeitung entsprechender Programme genügen. Um diesen Ansprüchen vollständig zu entsprechen, sind spezielle Betriebssysteme erforderlich.

EDI – Electronic Data Interchange
Datendienst für den papierlosen Austausch von Informationen in und zwischen Kunden, Lieferanten und Dienstleistern, der durch bestimmte Datenformate fest definiert ist und zunehmend auch übers Internet stattfindet, Datenfernübertragung.

Edifact – Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport
Elektronischer Datenaustausch (EDI) mit branchenneutralen Standards.

Eingelastet
Als eingelastet werden Aufträge bezeichnet, die – z. B. nach Batch-Berechnung – zur Bearbeitung freigegeben wurden.

Einlagerung
Einlagerung fasst sowohl alle datentechnischen als auch operativen Vorgänge zu einem Begriff zusammen, die vom Eintreffen einer Ladeeinheit in das System bis zur Ablage auf einem Lagerplatz ablaufen müssen.

Einlagerungsstrategien
In den Einlagerungsstrategien sind Verfahren zur Einlagerung von Lagereinheiten festgelegt. Hierbei wird eine Zuordnung zwischen den einzulagernden Lagereinheiten festgelegt. Hierbei wird eine Zuordnung zwischen den einzulagernden Lagereinheiten und den vorgesehenen Lagerplätzen getroffen (Reihenfolge etc.).

E-Logistics
Überbegriff für die Planung, Steuerung und Kontrolle des Waren-, Informations- und Geldflusses entlang der Suply Chain über öffentliche und private Netze (Internet), d. h. vom Front end über die Kunden Online-Bestellung (B2CB2B) bis zur Sendungsverfolgung und zum Kundenservice.

Electronic Label
Transponder Etikett bzw. Barcode-Etikett, in das ein Folientransponder integriert ist.

E-Mail
E-Mail heißt elektronische Post und benennt den Austausch von Informationen über Netzwerke oder Datenfernverbindungen. Im Internet der am weitesten verbreitete Dienst.

Embeded Systems
Hard- und Software, die eine Komponente eines größeren Systems bildet und von dem erwartet wird, dass es ohne menschliche Interaktion funktioniert.

Entnahme
Entnahme bezeichnet einen Vorgang, der meist beim Kommissionieren manuell geschieht. Dabei wird eine bestimmte Menge von Entnahmeeinheiten kommissioniert. Häufig entstehen dabei Anbrucheinheiten, die noch eine Restmenge enthalten und ggf. zurückgelagert werden müssen.

ERP-System – Enterprise Resource Planning-System
System zur unternehmensweiten Optimierung aller erforderlichen Abläufe zur Erfüllung des Unternehmensziels,
d. h. Abbildung von Informationsströmen, physischen Strömen und Zahlungsströmen und deren Steuerung.

Ethernet
Ethernet ist ein spezielles lokales Rechnernetz und heute der am weitesten verbreitete LAN-Standard. Ein Ethernet kann aufgebaut werden mit Hilfe von Kabelsegmenten, Verstärkern zur Verbindung von Segmenten und Schnittstellenvervielfältigern (Hubs). Kabelsegmente können aus verdrillten Adern (twisted pair), dünnen oder dicken Kupferkoaxialkabeln oder aus Glasfasern bestehen. Als Zugriffsverfahren wird CSMA/CD verwendet. Ethernet ist ein paketvermittelndes Datennetz.

Extended ASCII
Erweiterter ASCII – Ein erweiterter Zeichensatz, der in 8 Bits verschlüsselt wird und somit Werte von 0 bis 255 annehmen kann, gemäß der Norm ISO 8859.

Extranet
Über den Firmenstandort hinaus erweitertes Intranet, über das z. B. entfernte Filialen oder Geschäftspartner mit dem Hauptsitz der Firma kommunizieren können.

F

Fachanzeigen
Fachanzeigen sind Hilfsmittel bei Kommissioniervorgängen. An jedem Lagerplatz befindet sich eine alphanumerische oder numerische Anzeige, die direkt mit einem Rechnersystem verbunden ist. Hier erhält der Kommissionierer Anweisungen zur Entnahmemenge, Artikelbezeichnung, Artikelnummer, Restmenge, nächsten Entnahmeort etc.

Fehlmengen
Fehlmengen können bei der Warenannahme einer Lieferung, bei der Auslagerung bzw. Entnahme, oder bei der
Kommissionierung auftreten. Fehlmengen sind die Differenz zwischen einer vorgegebenen Mengenangabe und der Istmenge.
Die Eingabe von Fehlmengen und deren Bearbeitung müssen auf jeden Fall als Sonderfunktionen realisiert werden
(mit Eingabe eines Passworts o. ä.).

Festplatzvergabe
Festplatzvergabe oder Fixplatzvergabe beschreibt eine feste Zuordnung zwischen Lagerplatz und einer Lagereinheit. Die Zuordnung kann durch Kriterien wie Artikel, Größe, Gewicht, Gefahrenklasse bestimmt sein.

FiFo
Das Prinzip FiFo (First in First out – die zuerst eingelagerte Lagereinheit wird zuerst ausgelagert) ist eine Auslagerungsstrategie, die zumeist auf Grund von Produktrestriktionen (z. B. Haltbarkeitsdatum) oder aus der Systemtechnik (z. B. Durchlauflager) resultiert.

FTP – File Transfer Protocol
Technischer Kommunikationsstandard (Dateiübertragungsprotokoll), der die Dateiübertragung via Internet regelt.

Funkterminal
Ein Funkterminal ist ein mobiles Datenendgerät, welches über Funk mit einem Server oder Host kommuniziert. Ein Funkterminal verfügt meist über Tastatur, Scanner und alphanumerische Anzeige, gelegentlich kombiniert mit einem mobilen Drucker.

Funktionstest
Der Funktionstest dient der Überprüfung der Vollständigkeit und Plausibilität aller im System implementierten Hardware und Softwarefunktionen.

H

Handheld/Handheld-Computer
Oberbegriff für schnurlose Handcomputer, PDA.

Haltbarkeit
Haltbarkeit ist eine Zeitspanne, bis zu der ein Artikel mit Verfalldatum unbrauchbar geworden ist. Sie berechnet sich nach der Vorgabe: Haltbarkeit = aktuelles Datum – Verfalldatum.

HTML – Hypertext Markup Language
HTML ist die Abkürzung für Hypertext Markup Language. HTML ist die standardisierte Sprache des World Wide Web (WWW) und ermöglicht den Zugriff auf bzw. durch die Ressourcen des Internets. HTML ist ein Dialekt der Document Type Definition (DTD) SGML (Standard Generalized Markup Language), einer Sprache, deren Ursprung in den 60er-Jahren zum systemübergreifenden Austausch von Dokumenten durch IBM definiert wurde, XML.

Host
Host hat sich als Bezeichnung für einen Computer etabliert, der als übergeordnetes System in einer Rechnerhierarchie integriert ist. Meist handelt es sich dabei um Rechner für überwiegend kaufmännisch orientierte Aufgaben, aus denen z. B. Lieferaufträge an das Lager übertragen werden.

I

Informationssystem
Zum Zwecke der Informationsvermittlung miteinander strukturell und funktionell verbundene Elemente Logistikinformationssystem.

Internet
Weltweiter Verbund von Computernetzwerken, an den Millionen von Rechnern angeschlossen sind, die über das Internet-Protokoll (Protokoll) miteinander kommunizieren, TCP/IP. Es stellt u. a. die Dienste World Wide Web (WWW), E-Mail und Newsgroup zur Verfügung.

Intranet
Intranet bezeichnet das firmeninterne Netzwerk, welches auf den Mechanismen des Internet beruht.

I-Punkt
I-Punkt steht als Abkürzung für Identifikations-Punkt und fasst eine Reihe materialflusstechnischer Funktionen zusammen. Der I-Punkt befindet sich am Eingang zum eigentlichen Lager (hinter dem Wareneingang). Neben der datentechnischen Überprüfung der Ware (Artikelnummer usw.) geschieht die Berechnung der Lagerplätze am I-Punkt. Zudem werden Maße und Gewichte der Ladeeinheiten am I-Punkt kontrolliert.

ISDN
ISDN steht für Integrated Services Digital Network und beschreibt ein digitales Telefonsystem. Das ISDN bietet seinen Teilnehmern eine durchgehende digitale Verbindung zwischen den Endgeräten. Modems sind nicht mehr notwendig. Allerdings sind zwischen den Rechnern ISDN-Anschlüsse an den beteiligten Geräten erforderlich. ISDN ermöglicht zusätzliche Dienste und bietet den Teilnehmern neben einem Signalisierungskanal mit 16 kBit/s zwei Nutzkanäle mit je 64 kBit/s zur Übertragung von Gesprächen, Daten, Texten und Bildern.

Inventur
Inventur bezeichnet einen Erfassungsvorgang, der den momentanen Bestand im Lager ermittelt. Als Ergebnis einer Inventur können unterschiedliche Angaben entstehen: Artikelbestand, Lagerbestand, Bestand pro Lagerplatz usw. Die Inventur ist die Voraussetzung zur Bewertung eines Lagers (Bilanz).

IT – Informationstechnologie
Der Begriff bezieht sich auf alle Arbeiten, die im Zusammenhang mit Informationsverarbeitung und -management stehen. In großen Unternehmen werden die Abteilungen, die für die Computersysteme verantwortlich sind, als IT-Abteilungen bezeichnet.

IVR – Interactive Voice Response
Bezeichnet den Dialog zwischen Mensch und Maschine mit Hilfe von Sprachcomputersystemen.

J

Java
Java ist eine betriebssystemunabhängige, objektorientiert Programmiersprache des Unternehmens Sun Microsystems. Java Virtual Machines zum Abspielen von Java-Programmen sind Bestandteil aller gängigen Browser.

JIT – JUST IN TIME
Lieferung von Waren ohne Verzögerung. Wenn Zulieferer nach diesem Prinzip arbeiten, kann auf Lagerhaltung und Vorfinanzierung verzichtet werden. Hierbei ist die Verwendung von Barcodes unverzichtbar.

K

Kanban
Kanban bezeichnet ein dezentrales Planungs- und Steuerungsverfahren, das auch als Strategie in der Logistik benutzt wird und das auf der Basis selbststeuernder (Produkt- und Verfahrensbezogener) Regelkreise funktioniert.

Kommissionierleistung
Die Kommissionierleistung bezeichnet die entnommene Menge pro Zeiteinheit, bezogen auf die durchschnittliche Auftragsgröße, die z. B. ausgedrückt werden kann in Kolli/h, Pos/Tag oder Greifeinheit/h.

Kommissionierlisten
Kommissionierlisten sind die Arbeitsanweisungen für Kommissionierer. Diese Listen enthalten die Entnahmeanweisungen in einer der Kommissionierstrategie entsprechenden (optimierten) Reihenfolge. Eine einzelne Entnahmeanweisung wird auch Kommissionierposition genannt. Sie enthält die Anweisung, welche Menge eines einzelnen Artikels entnommen werden soll. Wird die Kommissionierliste mit Hilfe mobiler Datenendgeräte (FunkterminalsMDT o. ä.) bearbeitet, so spricht man von papierloser Kommissionierung.

Kommissionierzeit
Die Kommissionierzeit ist die Summe der Zeiten, die für das Sammeln eines Auftrages erforderlich sind.
Kommissionierzeit = Wegzeit + Greifzeit + Totozeit + Basiszeit.

L

Ladehilfsmittel
Ladehilfsmittel (LHM) werden zur Lade- bzw. zur Lagereinheitenbildung eingesetzt. Hierbei unterscheidet man, in Abhängigkeit ihrer Funktion, Ladehilfsmittel mit:
– Tragender Funktion (z.B. Palette, Werkstückträger).
– Tragender, umschließender und abschließender Funktion (z.B. Container, Tankpalette).
Die Ladehilfsmittel besitzen entweder eine eindeutige Identifizierung (Barcode), oder sie werden am Wareneingang gesondert gekennzeichnet. Artikelreine Ladehilfsmittel enthalten nur einen Artikel (artikelreine Lagerung), auftragsreine Ladehilfsmittel enthalten einen oder mehrere Artikel eines Auftrags (auftragsreine Lagerung).

Lagerbestand
Der Lagerbestand gibt an, welche Mengen welcher Artikel sich zu einem definierten Zeitpunkt physikalisch im Lager befinden (vgl. Buchbestand).

Lagerentnahme
Lagerentnahme ist die Auslagerung einer vollständigen Lagereinheit oder einer Teilmenge (Kommissionierung).

Lagerleistung
Die Lagerleistung wird in der Anzahl Ein- und Auslagerungen pro Zeiteinheit gemessen.

Lagerkonfiguration
Lagerkonfiguration fasst alle, die Lageranlage betreffenden Daten zusammen. Sie beschreibt durch die Lagerorte, Lagerplätze, Lagerzonen, Lagerbereiche, Lagerortskennzeichen usw. die Anlage des Lagers in übersichtlicher Form.

Lagerortskennzeichen
Ein Lagerortskennzeichen ist ein numerischer Schlüssel zur Verwaltung der Lagerbereiche. Er muss sorgfältig und umfassend geplant werden und wird in den Artikelstammdaten abgelegt. Durch das Lagerortskennzeichen wird die Einlagerung der Artikel gesteuert und beeinflusst. Dem Lagerortskennzeichen wird bei der ersten Anlage ein Name zugeordnet.

Lagerplatzdatei
Die Lagerplatzdatei beschreibt die physikalischen Parameter aller Lagerplätze eines oder mehrerer Lagerorte, die Art und Anzahl der Ladehilfsmittel, die auf den Plätzen gelagert werden können, die Qualität der Plätze usw. In manchen Lagerverwaltungssystemen werden in der Lagerplatzdatei auch Art und Menge der Artikel pro Lagerplatz gespeichert.

Lagerplatzreservierung
Um einen Lagerplatz für eine einzulagernde Lagereinheit freizuhalten, ist eine Lagerplatzreservierung erforderlich.

Lagerplatzvergabe
Eine Lagerplatzvergabe wird initiiert, sobald eine Lagereinheit identifiziert ist und die Zuordnung zum Lagerplatz durch die Einlagerungsstrategie festliegt. Die Lagerplatzvergabe ist eine Funktion des I-Punktes.

Lagerspiegel
Im Lagerspiegel wird beschrieben, welche Lagerplätze eines Lagerortes belegt sind. Manche Hersteller geben auch Art und Menge der Artikel je Lagerplatz im Lagerspiegel an.

Lagerverwaltung
Als Lagerverwaltung wird die administrative Verwaltung und Überwachung eines Lagers bezeichnet. Wichtige Elemente der Lagerverwaltung sind u. a. Lagerplatzverwaltung und Lagerbestandsführung.

Lagerverwaltungssystem
Lagerverwaltungssystem bezeichnet die Software zur Verwaltung und Überwachung eines Lagers.

Laser
Light Amplification by Atimulated Emission of Radiation – Eine Vorrichtung zur Erzeugung eines intensiven Strahls von monchromen, kohärtem Licht.

Lieferschein
Ein Lieferschein ist die aus dem kaufmännischen Bereich abgeleitete Anforderung, dem Kunden den Lieferumfang anzuzeigen.
Der Lieferschein bildet die Grundlage für die Rechnungsstellung. In einem Lager sind zwei Arten von Lieferscheinen zu verwalten: Erstens sind bei der Warenannahme die Lieferscheine mit der eintreffenden Ware abzugleichen. Zweitens wird häufig mit der Auslieferung von Ware aus dem Lager an den Kunden ein Lieferschein mitgegeben, der vom Lagerverwaltungssystem ausgedruckt werden muss.

LiFo – Last in First out
Das Prinzip LiFo (Last in First out – die zuletzt eingelagerte Lagereinheit wird zuerst ausgelagert) ist eine Auslagerungsstrategie, die zumeist aus der Systemtechnik des Lagers (z. B. Einschubregallager, Tunnellager, Kanallager) resultiert.

M

Mann zur Ware
Mann zur Ware beschreibt innerhalb eines Kommissioniervorgangs den folgenden Bewegungsablauf:
Die zu kommissionierende Ware verbleibt an ihrem Lagerplatz, der Kommissionierer bewegt sich nach den Anweisungen der Kommissionierliste von einem Lagerplatz zum andern, entnimmt die Ware und sammelt so die Einzelpositionen ein.

MDT – Mobiles Daten Terminal
Ein Mobiles Daten Terminal (MDT) ist ein Datenendgerät, das mit einer einfachen Tastatur und einem Scanner ausgestattet ist. Im MDT werden die erfassten Daten lokal gespeichert und anschließend gesammelt auf eine Basisstation übertragen. Im Gegensatz zum Funkterminal arbeitet das MDT nicht online, sondern offline.

Modem
Modem steht für Modulator / Demodulator und beschreibt ein Gerät, das zwischen zwei Datenendgeräten, meistens Rechner, geschaltet, eine Übertragung digitaler Daten über das Telefonnetz gestattet. Dabei werden die beiden Zustände eines Bits in
zwei Frequenzen umgewandelt, übertragen und beim Empfänger wieder umgeformt. Mit Hilfe von speziellen Kodierungen und Kompressionsverfahren erreichen moderne Modems Übertragungsraten bis 56 kBit/s.

N

Nightjob
Bei einem Nightjob werden in weniger produktiven Zeiten (nachts) umfangreiche Rechnerprogramme aufgerufen. Typische Aufgaben eines Nightjobs sind:
Das Aufräumen der Datenbank durch Löschen nicht mehr benötigter Daten, die Archivierung großer Datenmenge, oder die Berechnung umfangreicher Statistiken.

No-Read
Ein No-Read ist ein Teil oder ein Ladehilfsmittel, dessen Barcode nicht gelesen werden konnte.

Nulldurchgang
Der Nulldurchgang beschreibt eine Situation beim Auslagern, bei der Entnahme bzw. bei der Kommissionierung. Sie entsteht, wenn dabei festgestellt wird, dass der Bestand eines Artikels am betreffenden Lagerplatz zu Null wird. Dieser Zustand muss durch Bedienermeldung an die Verwaltung weitergeleitet werden, um den Artikel neu anzufordern, einen Bestellvorgang auszulösen oder eine Korrektur im Artikelbestand vorzunehmen.

O

Outsourcing
Als Outsourcing wird die Übertragung logischer Funktionen auf einen externen Dienstleister bezeichnet.

P

Passive Transponder
Transponder ohne eigene Energiequelle. Die Energie zur Datenübertragung wird aus dem Sendesignal der Antenne gewonnen.

Passwort
Es ist ein Schlüsselwort, welches vor unberechtigten Zugriffen schützt.

Patch
Routine, um von Anwendern und Herstellern nach Auslieferung einer Software festgestellte Fehler zu beheben.

Permanente Inventur
Die permanente Inventur beruht auf dem kontinuierlichen Inventieren eines Sortiments. Dabei werden alle über einen vorgegebenen Zeitraum gezählt.

Pflichtenheft
Im Pflichtenheft beschreibt der Auftragnehmer alle wichtigen Funktionen des zu liefernden Werkes, dieses dient zur Vorlage und Genehmigung durch den Auftraggeber.

Protokoll
Standards und Konventionen, die die Datenübertragung zwischen Computern regeln und durch ihren Status als Standards die Zuverlässigkeit und Übertragungsgeschwindigkeit des Datentransfers sicherstellen.

Q

Quell-Code, Quelltext
Als Quelltext bezeichnet man ein als Text vorliegendes Programm. Alle Programme werden als Quelltext erstellt, bevor sie übersetzt (compiliert) und anschließend ausgeführt werden.

R

RAID – Redundant Array of Inexpensive Disks
Innerhalb eins RAID-Laufwerks wird der Datenstrom auf mehrere parallel laufende Platten aufgeteilt und redundant gespeichert. Am häufigsten werden die Verfahren RAID1 Spiegelplatten und RAID5 eingesetzt. Beim RAID5 ergibt sich die gleiche Sicherheit wie bei Spiegelplatten. Die Schreibgeschwindigkeit wird aber durch den parallelen Zugriff auf vier Festplatten erhöht. Auf Grund der intelligenten Aufteilung der Platten ergibt sich zudem eine höhere Kapazität des Gesamtsystems im Gegensatz zur Spiegelung.

RTLS – Real Time Locating System (Echtzeit-Lokalisierung)
Durch ein Real Time Locating System können jederzeit Lage und Aufenthaltsort von Gabelstaplern bestimmt werden. Diese Positionsbestimmung kann durch verschiedenene Lösungen wie Kamerasysteme für Hallendecken oder Bodenmarker, Transponder, Odometrie, GPS (GNSS), WLAN erfolgen. In Verbindung mit einem Staplerleitsystem kann somit jedem Gabelstapler die genaue Position und alle entsprechenden Eigenschaften zugeordnet werden. Somit ist eine effektive Staplerauslastung und Wegoptimierung möglich.

Rollbackfile
In einem Rollbackfile werden die Transaktionen eines Systems oder einer Datenbank gespeichert. Die darin enthaltenen Informationen ermöglichen die Restauration des Systems nach einem Störfall.

Remote Access
Remote Access bezeichnet den Fernzugriff eines Rechners per Datenfernübertragung. Dies ist ein häufig verwendetes Verfahren zur Fernwartung.

RS232C
RS232C ist eine Schnittstelle zur seriellen Datenübertragung zwischen zwei Geräten. RS232C ist ein EIA-Standard in den USA. Der Standard entspricht der CCITT-Empfehlung V.24, enthält jedoch darüber hinaus Regelungen der elektrischen und mechanischen Schnittstellen.

S

Scanner
Elektrisches Gerät, welches optische Informationen, z.B. ein gedrucktes Strichcodesymbol, in elektrische Signale umwandelt und diese für eine nachfolgende Decodierung an einen Computer überträgt. Ursprünglicher Begriff für Laserscanner, inzwischen jedoch generell für optische Codelesegeräte unterschiedlicher Technologien automatischer Identifikation verwendet.

Scanning
Maschinelles Lesen eines Strichcodes. Ursprünglich im Sinne von Laser-Scanning, heutzutage jedoch allgemein im Sinne von Lesen von Strichcodes mit einem Gerät verwendet.

SCM-Supply Chain Managment
Durchgängige Betrachtung und Planung logistischer Prozesse. Vom Bezug des Rohmaterials bis zur Lieferung an den Endverbraucher. Idealerweise arbeitet hier ein Netzwerk von Firmen zusammen.

Sendungsstruktur
Durch E-Commerce ergibt sich eine völlig veränderte Sendungsstruktur. Anstatt einer Palette müssen z. B. individuelle Einzelartikel zu 50 verschiedenen Bestellern gebracht werden.

Serielle Schnittstelle
Als serielle Schnittstelle bezeichnet man eine Verbindung, bei der Informationen meist in Form von Bytes in zeitlicher Reihenfolge bitweise über einen einzigen Kanal übertragen werden. Entsprechende Normen bzw. Empfehlungen zu Vereinheitlichung finden sich unter der Bezeichnungen RS232C,V.24. Die serielle Schnittstelle war bis vor einiger Zeit der Stand der Technik bei der Kopplung unterschiedlicher Geräte bei der Datenübertragung. Diese Schnittstelle wird zunehmend durch Rechnernetze und Bussysteme ersetzt.

Server
Bezeichnung für den zentralen Computer eines Netzwerks inkl. Der entsprechenden Software, der seine Leistungen und Daten den am Netzwerk teilnehmenden Computer per Client-Server-Software zur Verfügung stellt (Client-Server-System).

Software Support
Unterstützung von Software mit PatchesBug Fixes und Updates.

Sourcecode
Sourcecode ist die englische Bezeichnung für den (lesbaren) Quelltext eines Programms.

Spare-Platte, Spare-Disk
Als Spare-Platte oder Spare-Disk wird eine nicht aktive Festplatte bezeichnet, die beim Ausfall einer aktiven Festplatte automatisch die Aufgabe der defekten Komponente übernimmt. Spare-Platte sind meist Bestandteile von RAID-Laufwerken.

SQL – Structured Query Language
SQL ist eine einfache, strukturierte, nicht prozedurale Datenbankabfragesprache. Benutzer können in SQL beschreiben, welche Aktionen sie auf der Datenbank vornehmen wollen. Der SQL-Sprach-Compiler erzeugt automatisch einen Abfragecode, um auf die Datenbank zuzugreifen und die gewünschte Aufgabe auszuführen.

Stammdaten
Stammdaten bezeichnen einen statistischen Teil der im Lagerverwaltungssystem verwalteten Dateien. Diese Daten werden nicht durch Vorgänge im Lager verändert und werden deshalb als statistisch bezeichnet. Sie unterliegen eigenen Verwaltungsfunktionen innerhalb der Stammdatenverwaltung. Diese Funktionen betreffen das Eingeben neuer Sätze, die Veränderungen bestehender und Ausgabe des kompletten oder eines Teils des Datenbestands. Stammdaten sind für ArtikelLadehilfsmittel, Lagerplatz, Mitarbeiter, Arbeitsmittel usw. in einer Lagerverwaltung erforderlich.

Stored Procedure
Stored Procedure bezeichneteine Prozedur, die eine Anzahl von SQL-Anweisungen zusammenfasst, um eine bestimmte Aufgabe ausführen zu können. Stored Procedures liegen kompilierter Form auf dem Datenbank-Server und müssen daher nicht zur Ausführung übersetzt werden.

Supervisior
Ein Supervisior ist ein Bediener (User) mit Zugang zu allen Daten und Konfigurationsdateien innerhalb eines Netzwerk oder Rechnersystems. Er hat höchste Priorität beim Zugang in ein System vgl. PasswortAdministrator;

Support
Betreuung, Unterstützung vgl. Software SupportSupport Services;

Support Services
Unterstützungsdienstleistung wie Ferndiagnose und Fehlerbehebung, Einführungstraining und Installationsservices.

T

TCP / IP Transmission Control Protocol / Internet Protocol
Die Protokollreihe, mit deren Hilfe die Datenübertragung im Internet funktioniert.

Terminal
Terminals werden die Ein-/ Ausgabegeräte genannt, über die ein Bediener interaktiv mit dem Datenverarbeitungssystem kommuniziert. Mindestbestandteil ist ein Anzeigemedium (Bildschirm, Display usw.) und ein Eingabemedium (Tastatur, Scanner usw.)

Token-Ring
Token-Ring beschreibt ein Zugriffsverfahren in einem Rechnernetz. Ein Token ist eine Informationseinheit mit Nutzdaten, Adressen oder nur eine Sendeberechtigungsmarke, die in einer vorgegebenen Reihenfolge von einem Rechner zum nächsten weitergeleitet wird. Die Laufzeit eines Token von einer Quelle zum Ziel ist im Gegensatz zum CSMA/CD berechenbar.

Transponder – MDS
Mobiler Datenspeicher – Elektronischer TRANSmitter bzw resPONDER. Datenspeicher, der im Regelfall berührungslos programmiert oder gelesen werden kann.

TSP – Travelling Salesman Problem
Das TSP besteht im Lager darin, für eine gegebene Anzahl an Lagerplätzen die kürzeste, alle Lagerplätze verbindende, geschlossene Tour zu berechnen. Es muss also die optimale Reihenfolge der anzufahrenden Lagerplätze festgelegt werden.

U

Update
Aufrüsten von einer der vorherigen Programmversion auf eine Neue.

V

V.24
V.24 ist eine CCITT-Empfehlung für die Schnittstelle zur seriellen Datenübertragung (ursprünglich zur Übertragung über Telefonleitungen mit Modems). Sie enthält eine Liste der Definitionen für Schnittstellenleitungen zwischen zwei Geräten. Durch die Äquivalenz zur amerikanischen Norm RS232C werden der V.24-Empfehlung mehr Festlegungen zugeordnet.

Virtuelle Lager
Online-Datenbank des unternehmensweiten aktuellen Artikelbestandes Data Warehouse.